Seskarö

27.08-29.08

Nun sind wir über drei Wochen mit schweren Rucksäcken und Zelt unterwegs. Bald haben wir es geschafft, wir sind kurz vor der Finnischen Grenze und unser Ziel, Oulu, ist in nur wenigen Stunden erreichbar. Langsam aber sicher, zehrte das Reisen an unseren Kräften. Über das Hitchhiken könnten wir zwar sagen, dass es mittlerweile zu etwas ganz normalen, ja gar einer Art Gewohnheit wurde. Trotzdem wird man jeden Tag aufs Neue überrascht, wie zum Beispiel vorgestern, als wir spontan zu Kaffe und Kuchen eingeladen wurden. Das Reisen per Anhalter fordert natürlich auch, ständig kommunikativ zu sein. So gibt es Tage, an denen ich mich nach einem Rückzugsort sehne. Ich freue mich deshalb darauf, bald an einem Ort anzukommen, der mir einen solchen Rückzugsort bietet. Unser Ziel gestern war es, auf die Insel Seskarö, die sich noch in Schweden befindet, zu gelangen. Zuversichtlich brachen wir gestern am späteren Morgen bei strahlendem Sonnenschein von unserem Zeltplatz auf. Nach unseren Berechnungen sollten wir Seskarö spätestens am frühen Nachmittag erreichen, wo wir uns auf einem Schwumm im Meer freuten. Nun ja, so kam dann doch alles anders. Bei Einbruch des Abends und bei mystischem Nebelwetter trafen wir völlig erschöpft auf dem Campingplatz in Seskarö ein. Wir hatten an diesem Tag wenig Glück beim Hitchhiken. Für die gemachte Strecke benötigten wir statt einer Stunde Fahrzeit fünf ganze Stunden und fünf Mitfahrgelegenheiten. Was für ein Tag! Wir schafften es gerade noch rechtzeitig bevor die Reception des Campingplatzes schloss. Ein wenig Komfort haben wir uns nun verdient, so mieteten wir gleich für die nächsten zwei Nächte ein kleines „Cabin“. Heute scheint die Sonne, es ist herrlich. Mit Fahrrädern erkunden wir die Insel und geniessen einen Tag ohne Hitchhiken in vollen Zügen.

Dienstag: Bei Sonnenuntergang
Mittwoch: In den Nebel eingetaucht
Donnerstag: Unser kleines Cabin in Seskarö

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